Feuerwehrgerätehaus und Bauhof Eching | offener Wettbewerb

Offener Wettbewerb: 05|2020  Engere Wahl
Bauaufgabe: Neubau Feuerwehrgerätehaus und Bauhof, Eching
Bauherr: Gemeinde Eching, 84174 Eching
BGF: 4.000qm  BRI: 25.500cbm

Auf einem zwischen B11 und der Landstraße Am Lenghardt gelegenen Grundstück sollen Neu- bauten für ein Feuerwehrgerätehaus und einen Bauhof für die umliegenden Gemeinden Viecht, Kronwinkl und Eching errichtet werden. Das Gelände markiert den Ortseingang von Viecht und liegt in exponierter Lage am Hangfuß zum Hügelland des Isartals. Es werden zwei winkelförmige Gebäude vorgeschlagen, die so angeordnet sind, dass sie einen großen Freiraum bilden, der als gemeinsame Erschließung für die drei Bereiche Feuerwehr, Vereine und Bauhof dient.

Die beiden Gebäude für Feuerwehr und Bauhof bilden einen Innenhof für die notwendigen Erschließungsflächen. Die unterschiedlichen Einfahrten sind klar voneinander getrennt: Den Alarmzugängen sind unmittelbar die Parkplätze für die Einsatzkräfte mit einer separaten Einfahrt vorgelagert. In der Mitte befindet sich die Einfahrt zu den allgemeinen Stellplätzen für Besucher, Vereinsmitglieder und Bauhofmitarbeitern. Vor dem Gebäudeteil Vereine liegt ein kleiner Platz, der als Begegnungsfläche und für Feste genutzt werden kann.

Auszug Preisgerichtsprotokoll

Die Arbeit überrascht mit einer solitären, polygonalen städtebaulichen Komposition aus zwei Baukörpern. Sie entwickelt dabei aus der Augenperspektive spannende Zwischenräume und reduziert über die perspektivische Wirkung optisch das nachzuweisende Bauvolumen.
Der östliche Baukörper nimmt die Nutzung der Feuerwehr auf, der westliche die des Betriebshofes.
Der Alarmhof ist topografisch günstig im östlichen Rand des Grundstücks positioniert und erschließt sowohl die B11 als auch „Am Lenghardt“ auf kurzem Weg ohne große Höhen zu überwinden. Die Baukörper sind der Höhenlage dem Urgelände angepasst, so dass der naturräumliche Eingriff sich gering darstellt.

Zwischen den beiden Baukörpern öffnet sich ein einladender Treffpunkt im Vorfeld der Mosterei. Der Betriebshof ist ebenso über die Südspange erschlossen. Die beiden Gebäudeteile sind wirtschaftlich und funktional organisiert. Der kurze gut organsierte Weg der Einsatzkräfte zu den Fahrzeugen wird begrüßt.

Die Gebäude werden ressourcenschonend in Holzbauweise vorgeschlagen und mit einer gelochten metallischen, teils transluzenten Fassade bekleidet. Das Erscheinungsbild der Fassade wird jedoch in seiner beinahe edlen Detaillierung als nicht umfänglich der Bauaufgabe angemessen beurteilt. Dennoch wird die Arbeit als kraftvoller städtebaulicher Ansatz mit hohen Aufenthaltsqualitäten im gemeinsam genutzten Hofbereich gewertet.

Die großzügige Öffnung des gemeinsamen Hofs von Feuerwehr und Bauhof zur Straße Am Lenghardt hin gibt auf sympathische und einladende Weise Einblick in die hofseitigen Nutzungen. Auch das attraktive Angebot eines Freibereichs zum Aufenthalt vor der Feuerwehr wird sicher gerne angenommen werden.


Die Öffnung des Hofs nach Norden schafft einen schönen Durchblick in die unberührte Landschaft.

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